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Freiheit? Freiheit!



„Kannst du nicht einen IMPULS zum Thema Freiheit schreiben?“ Puh, in der aktuellen Situation echt eine Herausforderung. Und für mich selbst ein Thema, welches mich schon mein halbes Leben begleitet ...
Was ist Freiheit? Wo fängt sie an und wo hat sie Grenzen? Wikipedia definiert sie als die „Möglichkeit [...], ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auszuwählen und entscheiden zu können.“. Begrenzt wird dieses freie Handeln dort, wo es die Rechte, die Freiheit anderer verletzt oder Zu- und Umstände zu Einschränkungen zwingen. Das ist äußere Freiheit.
Aber gibt es womöglich auch eine Freiheit, die unabhängig ist von äußeren Bedingungen? Ja, seit Ostern. Jesus hat uns frei gemacht, indem er stellvertretend für uns die Strafe getragen hat, die auf Sünde steht: Trennung von Gott und Tod. Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung ist der Weg zu Gott nun frei.

„Nur dann, wenn der Sohn euch frei macht, seid ihr wirklich frei.“ (Johannes 8, 36)

Wir müssen nichts leisten (und können es auch nicht), nichts bringen, nichts sein, um mit Gott versöhnt zu sein. Jesus schenkt uns diese frei machendende Versöhnung. Dadurch sind wir komplett frei von jedem Leistungsdruck als Christen. Nicht ein „ordnungsgemäßes“ frommes Leben, Besuch jeder gemeindlichen Veranstaltung, Zungengebet, prophetische Rede, charismatischer Lobpreis... bringen Frieden mit Gott und machen uns zu „guten Christen“, sondern die Annahme (S)eines Geschenkes.
Wir müssen keine Kriterien erfüllen, denn

„...wo immer der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.“ (2. Korinther 3, 17).

Wir dürfen Papa sagen ganz ohne Leistungszwang und ohne die Last der ewigen Unzulänglichkeit. An dieser Stelle begegnet uns innere Freiheit.
Aus Gottes Geist heraus ist uns ein Leben in Beziehung mit dem heiligen Gott möglich – ohne Bindung an Gesetzlichkeiten. Der Heilige Geist in uns befähigt uns dazu, einfach durch dessen Gegenwart. Und er macht Lust auf Beziehungspflege, auf Reden mit dem Allmächtigen, aufs Loben, aufs Hören. Und auch darauf, das mit anderen Menschen gemeinsam zu tun, auch außerhalb von Kirchenmauern und weltlichen Grenzen.
Für mich persönlich ist es eine immense Er- leichterung zu wissen, dass ich okay bin in Gottes Augen. Geliebt, trotz Ecken und Kanten, trotz mitunter unkonventioneller Ansichten und Schwierigkeiten mit mancher frommen Praxis. Ich weiß, dass mich Tage an denen ich keine Ruhe für Gottes Wort finde oder mir der Gottesdienstbesuch nach einer menschenvollen, anstrengenden Woche zu viel ist, nicht aus Gottes Gegenwart reißen. Genau wie Paulus bin ich überzeugt:

„Nichts kann uns von [Gottes] Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von [Seiner] Liebe [...] trennen.“ (Römer 38, 8)

Das ist echte Freiheit!

Annabell Boden