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und das Licht scheint in der Finsternis



Schneller als ich dachte ist sie wieder da, die Advents- und Weihnachtszeit. Die Tage sind kürzer geworden. Auf dem Weg nach Hause ist es schon wieder dunkel. Es wird langsam Zeit, die energiesparende Weihnachtsbeleuchtung ins Fenster zu hängen. So, die Beleuchtung habe ich gleich im Schrank gefunden, nun noch neue Batterien eingelegt und ich habe wieder etwas Licht auf dem Heimweg. Auf der Anrichte lagen doch den ganzen Sommer über welche, wo sind sie nur hin? Typisch, jetzt wo ich die Batterien dringend brauche, sind sie verschwunden. Geht es Ihnen auch so? Verschwinden bei Ihnen gerade die Sachen, die Sie dringend brauchen?
Mit diesem Phänomen stehen wir nicht allein. Fällt Ihnen da auch gleich Jona ein, der, als Gott ihn berief nach Ninive zu gehen, sich in die andere Richtung nach Tarsis verdrückte, schnell weit weg vom Herrn? Er hatte keine Lust nach Ninive zu gehen. Er war der Meinung, diese Sünder hätten ihre Strafe verdient.
Warum ihnen noch eine Chance geben?
Aber Gott ließ nicht locker, er hatte die besseren Argumente und Jona fügte sich seinem Willen.

Aber wie ist das eigentlich mit uns? Wo sind wir, wenn Gott uns braucht? Hören wir noch sein Rufen? Sind wir nicht viel zu oft mit uns selbst beschäftigt? Gibt es für uns nicht immer Wichtigeres zu tun: die Arbeit, die Familie, unsere Freunde, die Planung der knapp bemessenen Freizeit ... alles Dinge die unaufschieblich sind. Wo sollen wir noch Platz für Gott und seine Aufgaben finden? Gott ist ewig, ihm macht es doch nichts aus zu warten.
Unsere Zeit hier auf Erden ist begrenzt. Wir wollen doch so viel wie möglich erleben und gesehen haben, für unsere Kinder eine sichere Zukunft aufbauen. All das fordert uns jeden Tag. Da bleibt leider Gott auf der Strecke.
Erst wenn unsere Welt aus den Fugen gerät, besinnen wir uns wieder auf unseren Herrn. Erst dann finden wir zu Gott zurück. Leider nicht immer reumütig kehren wir zu ihm um. Nein, vorwurfsvoll klagen wir ihm unser Leid.

Fragen: „Wo warst du Gott? Warum, Gott, hast du nicht eingegriffen?“
Niemand stellt die Frage: „Wo waren wir? Warum haben wir nicht geholfen?“

Die meisten unserer Probleme beruhen, beruhen auf unseren Fehlern. Nicht Gott hat die Welt verlassen. Nein wir haben Ihn aus den Augen verloren. Unser Streben nach Macht, Ansehen und Wohlstand sind der Auslöser für viele Konflikte in unserem irdischen Leben. Es geht uns nicht anders als dem reichen Jüngling in Lukas 18,18 – 23. Jesus forderte ihn auf, all seine Güter zu verkaufen und den Erlös an die Armen zu verteilen. Da er aber viele Güter hatte, folgte er Jesus nicht, sondern ging betrübet davon. Es fällt schwer, die irdischen Schätze loszulassen. Wer ist schon gern ohne Proviant unterwegs? Wir hätten gern Beides, Gottes Beistand und genügend Vermögen auf der Bank. Wir folgen Jesus lieber mit sicherem Abstand inmitten unserer Brüder und Schwestern.
Gemeinsam lassen sich viel leichter Loblieder singen. In der Offenbarung sieht Johannes, wie die Gläubigen in einer um sie herum untergehenden Welt mit ihren Harfen in den Lobgesang einstimmen. Singen hilft gegen die Angst im Dunkeln. Probieren Sie es gern aus! Weihnachten steht vor der Tür.

„Das Licht scheint in die Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ (Johannes 1, Vers 5)

Gott kommt zu uns Menschen und wir bemerken es nicht einmal. Wir warten auf den Messias. Ein Leben lang halten wir nach ihm Ausschau. Fragen die Wächter, ob sie ihn sehen und sind doch nicht vorbereitet auf sein Erscheinen. Gott kommt in unsere Welt, nicht so, wie wir es uns in unseren Träumen vorstellen. Er kommt nicht als strahlender Held auf einem weißen Ross. Nein, er macht sich klein. Er geht zu den Armen und Verachteten, zu denen, die seine Hilfe brauchen. Er gibt ihnen Hoffnung. Sie stehen mit staunenden Augen an der Krippe. Sie hören auf den Ruf der Himmlischen Heere und verbreiten das Licht in der Finsternis dieser Welt.
Die „Reichen und Schönen“ sehen nur die ärmliche Krippe. Dort soll der Retter der Welt zu finden sein? Ein Kind in Windeln gewickelt, als Retter der Welt und Hirten seine Helfer? Ja, Gott gebraucht eine niedrige Hemmschwelle, über die wir zu ihm gelangen können. Es liegt an uns, diese Schwelle zu überwinden. Nehmen wir vom Besuch der Krippe am Heiligen Abend Gottes Licht mit, Gottes Licht in der Laterne und in unseren Herzen.
Tragen wir es hinaus in die Finsternis! Werden wir zu Boten der frohen Botschaft, nicht nur in der Weihnachtszeit, in der dunklen Jahreszeit! Behalten wir die Kraft dieser frohen Nachricht auch im neuen Jahr! Damit wir bereit sind, wenn der HERR uns braucht für seinen göttlichen Plan.
Lernen wir wieder nach Gottes Willen zu handeln, uns seinem Willen zu beugen. Machen wir uns auf wie Jona nach Ninive zu gehen. Sind wir zur Stelle, wenn Gott uns braucht? An der Krippe können wir jedes Jahr wieder auftanken, unsere Lampen wieder auffüllen, damit Gottes Licht nie verlischt.
Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Silvia Willkommen