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Die Kraft zur Liebe – geschenkt durch den Heiligen Geist
„Denn Gott hat seine Liebe in unsere Herzen hineingegossen. Das ist durch den Heiligen Geist geschehen, den uns Gott geschenkt hat.“ Römer 5,5

„All you need is love …“ Es ist leicht, von Liebe zu singen oder zu reden – schwerer ist es, wirklich liebevoll zu handeln. Besonders dann, wenn wir mit schwierigen Menschen zu tun haben, wenn wir selbst gestresst oder verletzt sind, wenn uns die Geduld fehlt. Viele von uns kennen solche Momente: Man möchte das Richtige tun, aber irgendwie reicht die eigene Kraft nicht aus, auszuhalten, zu vergeben, ein freundliches Wort zu sagen, …
Paulus erinnert uns im Römerbrief, dass wir nicht aus eigener Kraft lieben müssen. Wir selbst wurden von Gott zuerst geliebt. Gottes Liebe zu uns ist kein Ziel, das wir erst erreichen müssen – sie ist ein Geschenk, das bereits da ist. Sie bleibt nicht außen vor, sondern geht mitten ins Herz. Sie wird „in unsere Herzen hineingegossen“, sagt Paulus. Und das geschieht durch den Heiligen Geist.
Dabei wird Gottes Liebe nicht spärlich mit ein paar wenigen Spritzern verteilt, sondern ausgegossen – reichlich, verschwenderisch, mehr als genug. Und sie perlt nicht an unserer Oberfläche ab. Sie dringt tief in unser Innerstes, in die Bereiche unseres Lebens, wo wir uns oft leer, ungeliebt, einsam oder hart fühlen.
Die Liebe Gottes zu uns ist keine Theorie, sondern personifiziert in einem Namen: Jesus Christus. In ihm ist Gottes Liebe nahbar geworden. Jesus hat uns zuerst geliebt – ohne Bedingung, ohne Vorleistung. Er hat sich hingegeben für uns, als wir noch fern von Gott waren. Diese Liebe kennt unsere Fehler und Schwächen und bleibt dennoch treu.
Der Heilige Geist will diese Liebe in uns lebendig machen. Er schafft eine Verbindung zwischen unserem und Gottes Herz. Er gibt uns die Kraft, diese Liebe weiterzugeben – im Alltag, in unseren Beziehungen, im Umgang mit uns selbst. Ich bin bedingungslos geliebt, deshalb kann ich lieben.
Liebe zeigt sich dabei schon in vielen kleinen Gesten: einem aufrichtigen Wort, einem Anruf, einem „Wie geht’s dir wirk- lich?“ Sie zeigt sich, wenn wir geduldig bleiben, wo wir lieber aufgeben würden, wenn wir vergeben, wo wir verletzt wurden, wenn wir Hoffnung teilen, wo andere nur Dunkel sehen.
Dennoch sind und bleiben wir Menschen mit Grenzen. Aber der Heilige Geist kann diese überwinden. Er will uns neue Perspektiven, neue Geduld, neues Mitgefühl schenken – immer wieder. Jeden Tag neu dürfen wir um diese Kraft des Heiligen Geistes bitten. Und wir dürfen sicher sein: Sie wird kommen. Denn Gott hat sie uns versprochen – und er hält sein Wort. Gewinnen wir ein neues Gefühl von Freiheit bei gleichzeitigem Wissen, geliebt, gehalten und vom Heiligen Geist begleitet zu sein!

Dorothea Sehrer