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Begegnung am See



Bei wunderschönem Sommerwetter schreibe ich die Andacht für den Landboten. Eigentlich würde ich bei dieser Hitze gern an einem See sitzen.
Im Radio spielen sie Karat: Über sieben Brücken ...
Viele von Ihnen sind jetzt im Urlaub oder freuen sich auf die Ferien, abseits vom Alltag einfach die Seele baumeln lassen. Ein Spaziergang am Meer, oder die müden Füße nach einer Wanderung im kalten Bergsee erfrischen. Am See sitzen und den Anglern zusehen oder selbst auf den großen Fang warten.
Wie die Jünger nach Ostern, sie wissen nicht wie es ohne Jesus weitergehen soll. Noch ist der Geist Gottes nicht über ihnen ausgeschüttet. Da gehen Sieben von ihnen zum See Tiberias. Sie haben Hunger. Was ist naheliegender, als auf den See zum Fischen zu fahren, das haben sie gelernt, da kennen sie sich aus. In Johannes 21 lesen wir weiter: „in dieser Nacht fingen sie nichts. ... Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. ... Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünzig. ... Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jün- gern offenbarte ...“
Ist es Ihnen auch aufgefallen, dieser kurze Abschnitt steckt voller Zahlen. Da sind sieben Jünger am See, die Sieben eine biblische Zahl, am Siebten Tag ruhte Gott von seinen Werken, der siebte nach Abraham war Mose, Gott übergab sieben Völker den Israeliten, sieben Tage sollen die Israeliten ungesäuertes Brot essen, die sieben Totsünden. Ein Zufall das es sieben Jünger waren?
Das dritte Mal zeigte sich Jesus, die drei ein treuer Begleiter in der Bibel, Gottesdreieinigkeit, der dreifache Lobgesang in Jesaja 6(natürlich Vers 3) „heilig, heilig, heilig ist der Herr“, der priesterliche Segen in Mose 4,24 ist dreifach, am dritten Tag ist der Herr auferstanden.
Wissen Sie noch wie viele Fische Petrus gefangen hat? Richtig Einhundertdreiundfünfzig. Die Gesamtzahl der Kapitel der ersten vier Mose Bücher (50+40+27+36). Warum gerade 153? Diese Frage haben sich schon viele gestellt. Kirchenvater Hieronymus befragte die Zoologen seiner Zeit, sie kannten nur 153 Fischarten. Also schlussfolgerte Hieronymus Petrus soll alle Menschen fangen, keiner sollte außen vor bleiben.
Nähern wir uns der Zahl mathematisch. Dann ist Ihnen sicherlich sofort aufgefallen, sie ist eine Dreieckszahl, d.h. Die Summe der Zahlen von 1 bis 17 ergibt 153 und 17 ist eine bib- lische Zahl, am 17. Tag des vierten Monates wurde der Tempel zerstört. Zerlegen wir die 153 in Primzahlen, 3x3x17 stoßen wir wieder auf die 17 und die 3. Die Mathematiker fanden noch mehr heraus, die Summe der Fakultät (für die Nichtmathematiker das Produkt einer natürlichen Zahl mit den vor ihr stehenden kleiner Zahlen) der Zahlen 1 bis 5 ergibt 153.
Die 153 ist eine sognannte narzisstische Zahl, die einzelnen Ziffern 1, 5 und 3, jeweils mit ihren dritten Potenzen addiert ergibt 153. Und da sie gerade so schön potenziert haben, hier ein kleiner Tipp für lange Urlaubsfahrten, potenzieren Sie die Ziffern jeder natürlichen, durch dreiteilbaren Zahl mit drei und addieren sie diese wieder, um dann mit den Ziffern der Summe genauso weiter zu verfahren, kommen sie unweigerlich in der Reihe einmal auf 153. Viel Spaß beim Rechnen.
Der große italienische Mathematiker Fibonacci stellte eine Zahlenreihe auf, in der die nächste Zahl die Summe der beiden vorangegangen ist (1+1=2+1=3+2=5+3=8+5=13+ 8=21+13=34...) Den Gartenfreunden unter Ihnen kommen diese Zahlen sicher bekannt vor, entspricht doch die Anzahl der Blütenblätter von Lilie, Margerite, Gänseblümchen u.a. mehr diesen Zahlen.
Erstaunlicher Weise ist die zwölfte Summe dieser Reihe 144 (die einzige Zahl dieser Reihe, die Ihre Quadratzahl ergibt) und addieren wir dazu die Quersumme erhalten wir wie- der die Anzahl der Fische. Zwölf Stunden hat unser Tag und zwölf die Nacht, zwölf Monate das Jahr, zwölf Stämme das israelitische Volk, zwölf Jünger folgten Jesus. Zufall?
Wir wissen nicht, warum es 153 Fische waren. Was wir aber genau wissen ist, die Jünger hatten eine unvergessliche Begegnung mit Jesus. Jedes Detail dieser Begegnung ist ihnen in Erinnerung geblieben, auch die Zahl der Fische im Netz.
Zum zweiten Mal hat Jesus sie aufgefordert, nach einem erfolglosen Fischfang wieder auf den See hinauszufahren und die Netze auf der rechten Seite auszuwerfen. Die rechte Seite, dort ist der Platz Jesus bei Gott. Da müssen wir fischen. Geben wir nicht auf, kehren wir wie die Jünger um, werfen wir unser Netz noch einmal aus. Wir sind nicht allein. Jesus wartet am Ufer.
Egal wo Sie gerade sind, ich wünsche Ihnen viele unvergessliche Begegnungen mit unserem Herrn.

Silvia Willkommen