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Andacht:

Mehr als diese Welt Liebe Leserinnen und Leser, gerade haben wir uns gefragt: Wie feie...
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Die nächsten Veranstaltungen:

So 07.03.2021 10:00 Uhr
Gottesdienst in Stolpen

Mehr als diese Welt


Liebe Leserinnen und Leser,
gerade haben wir uns gefragt: Wie feiern wir Weihnachten? Schon steht die nächste Frage vor der Tür: Wie feiern wir Ostern? Seit einem Jahr stellen wir uns jetzt solche Fragen. Müssen sie uns stellen. Und: Fast die ganze Welt stellt sie. Das ist schon besonders, weil wir normalerweise das Leben in Westasien nicht mit dem in Deutschland vergleichen würden. Aber jetzt wird deutlich: So unterschiedlich es auf der Welt zugeht, am Ende sind unsere Fragen, Freuden, Sorgen und Nöte ähnlich, wenn sie sich auch anders ausdrücken.
Mitten in der Welt - dort leben wir. Das kann unendlich schön sein – eine Langlaufrunde bei Sonnenschein über schneebedeckte Felder hat mich gerade wieder daran erinnert. Und daneben stehen die vielen Todesanzeigen in den Tageszeitungen der letzten Wochen, aber auch einfach eine anstrengende Zeit.
Mitten in der Welt. Christen merken dabei, dass sie nicht in einer Blase leben, in der alles gut ist. Sie sind umgeben vom Meer der Herausforderungen. Sie sind erschöpft von Schularbeiten, Spannungen in der Familie, zusammengestauchten Tagen und Einsamkeit. Sie brauchen Ermutigung, Trost und Vergebung wie jeder andere Mensch.
Und gleichzeitig erinnert der Apostel Paulus die Christen daran, dass in ihrem Leben etwas anders geworden ist. Ihr Leben durch das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus Christus, verändert worden ist. Was ist dabei passiert?
Christen haben eine Hoffnung bekommen, die der Himmel bereithält. In allen Herausforderungen des alltäglichen Lebens ist ihr Leben im Himmel und nicht in der Welt verankert. Auch in unsicheren Jahren, wenn wir nur auf Sicht fahren.
Bei Christen ist eine Schwerpunktverschiebung passiert – hin zu Gott. Sie können nicht leben, ohne ihr ganzes Leben von Gott her zu sehen. Sie freuen sich an den schönen Dingen des Lebens, indem sie dahinter Gottes Liebe entdecken. Und in den Herausforderungen gibt es den, der bleibt. Und hält. Und liebt.
Die Wahrheit über die Gnade Gottes hat das Leben eines Christen erreicht – daran werden wir erinnert. Weil wir das scheinbar wirklich brauchen und schnell vergessen. Und weil diese Worte Menschen lesen, die noch nicht erlebt haben, dass Gott für sie ist, diese Ermutigung nicht kennen. Und noch nicht gehört haben, dass sie Gott brauchen. Die Fastenzeit lenkt darauf wieder unseren Blick. Auf die gute Nachricht von Jesus Christus, die sich in der ganzen Welt verbreitet. Die Nachricht von dem Gott, der sein Leben eingesetzt hat, damit wir mehr haben als diese Welt.

Herzliche Grüße
Ihr/Euer Pfarrer Christian Heurich