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Als die Stürme tobten...

Liebe Gemeinde,

zum Schreiben der Andacht habe ich mich in den Garten gesetzt. Hier bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher ist die beste Atmosphäre zum Nachdenken. Noch schnell einen Eiskaffee geholt, die Auflagen auf den Gartenstuhl gelegt. Als ich endlich so weit bin, kommt ein leichter Wind auf. Ein Blick zum Himmel zeigt, dass ein Gewitter aufzieht. Es ist ratsam, lieber ins Haus zu gehen. Kaum habe ich die Tür hinter mit geschlossen, geht draußen das Unwetter los. Der Wind peitscht den Regen an die Fenster. Ich bin geschützt im Inneren des Hauses. Wind und Regen können dem Bau aus Stein nichts anhaben. Es steht auf einem festen Fundament. Die Bauleute bauten das Haus nicht auf Sand.

... es ist wichtig, einen festen Anker im Leben zu haben, denn unser Glück kann leider sehr schnell zerbrechen...

Auch in unserem Leben gibt es immer wieder Stürme, die uns zu stürzen drohen. In diesen Momenten brauchen wir ein festes Fundament, auf das wir unser Leben gründen. In der Bergpredigt hören wir in Matthäus 7,25: „Als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein.“
Jesus sagt, wenn wir auf sein Wort hören, unser Leben auf ihn gründen, dann bauen wir unser Lebenshaus auf einen festen Felsen. Wie so viele suchen wir nach dem Sinn des Lebens. In den sozialen Medien wird gezeigt, wie toll es doch ist, sich selbst als den Mittelpunkt der Welt zu sehen: “Denke zuerst an dich und lebe dein Leben. Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst.“ Doch es ist wichtig, einen festen Anker im Leben zu haben.
Denn unser Glück kann leider sehr schnell zerbrechen. Die Gewitterwolken sehen wir nicht immer rechtzeitig aufziehen. Auch in einem Leben mit Jesus wird es immer wieder Stürme geben, wird nicht alles nur von der Sonne beschienen. Das hat Jesus nicht versprochen. Er sagt: Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach - durch die Unwetter deines Lebens! Wir können auf Jesus vertrauen, er lässt uns nicht im Regen stehen. Er ist für uns da. Er wartet auf unser Gebet, unseren Hilferuf. Nehmen wir uns wieder Zeit für ihn! Laden wir ihn in unser Lebenshaus ein!

Auch in unserer Gemeinde werden wir von schweren Unwettern bedroht. Wir stehen vor großen Veränderungen. Die Gottesdienste in unseren Kirchen werden weniger, an den Gebäuden nagt der Zahn der Zeit, helfende Hände werden überall gesucht. Bei all der Klage sollten wir nicht die kleinen Wunder und Neuanfänge übersehen. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass in der Stolpener Kirche wieder drei Bronzeglocken läuten. Jedes Mal, wenn die Glocken ertönen, geben sie ein Zeichen der Wunder, die Gott für uns bereithält. Sie geben uns Kraft und Hoffnung, unsere Gemeinde weiter aufzubauen. Wenn wir alle gemeinsam mithelfen, wird unser Gemeindeleben nicht erliegen.
Der Herr hat das Fundament gelegt.
Jetzt sind wir gefordert. Ich lade Sie herzlichst dazu ein!
Bleiben Sie behütet!
Silvia Willkommen