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Ganz persönlich



Liebe Leserinnen und Leser,
wenn ich Sie so anrede, dann wissen Sie gleich, an wen ich mich richte – an Frauen und Männer. Gleichzeitig ist es auch etwas unbestimmt, denn ich kann höchstens ahnen, wer Sie sind. Ich weiß nicht, wer das alles liest. Aber ich hoffe, Sie damit anzusprechen. Und wenn wir uns begegnen, dann könnte das noch viel persönlicher werden.
Wie ich Menschen anrede, sagt etwas über meine Beziehung zu ihnen. Als Jesus von seinen Freunden gefragt wurde, wie Beten geht, also wie sie mit ihm in Beziehung sein können, da gab er ihnen diese besondere Anrede:
Unser Vater.
Unser Vater – was für eine nahe, intime Anrede. Ganz persönlich, nicht weit weg, wie man sich es vorstellen würde mit dem Gott des Himmels und der Erde.

Nicht immer haben Menschen gute Erfahrungen mit ihrem Vater gemacht. Nicht alles hat geklappt in unseren menschlichen Beziehungen. Distanz kann die Folge sein.
Doch Jesus spricht vom Vater im Himmel. Von seinem Vater. Er kennt ihn ganz genau. Und weiß, dass er der Vater ist, nach dem wir alle Sehnsucht haben. Der das Bild für gute Vaterschaft ist. Gerecht und liebevoll zugleich. Wie schön, wenn sich in unseren Beziehungen, auch denen von Vätern und Kindern, schon sein Wesen abbildet.

Und der Wille dieses Vaters ist es, dass der Himmel auf der Erde Fuß fasst. Dafür hat er durch die Jesus die Grenzen überwunden. Wie im Himmel, so soll auf der Erde passieren, was Gott will. Wie im Himmel, so soll hier deutlich werden, wie Gott ist. Wie im Himmel, so sollen Menschen auch hier in eine Beziehung mit dem Vater im Himmel kommen. Ganz nah bei ihm sein, in seinen Armen geborgen. Wie im Himmel soll seine Gegenwart mein Leben anders machen. Der Augsburger Theologe Johannes Hartl drückte es vor Kurzem sehr markant aus: „Es gibt genau eine Sache, die die Kirche attraktiv macht: Das ist die Gegenwart Gottes.“
Unser Vater, mein Vater im Himmel – nichts Besseres lernen und entdecken wir in seiner Gemeinde, als Gott von ganzem Herzen so anzureden. Nichts Tieferes gibt es für unser Leben, als Kind dieses Vaters zu sein.
Mit der Gottesdienstserie „Wie im Himmel...“ sind wir am Beginn des Februars dazu gemeinsam unterwegs und haben auch sonst jeden Sonntag Zeit dafür.

Seien Sie herzlich eingeladen und gegrüßt
Ihr/Euer Christian Heurich