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Ankommen bei Gott



Liebe Leserinnen und Leser,
in den nächsten Wochen vor Weihnachten kann es passieren, dass der eine oder die andere ab und zu in einen Zustand gerät, den wir mit „außer sich“ bezeichnen. Wenn Geschenke zu besorgen und noch viele „Pflichten“ auf mich warten, fällt es schwer, „bei sich“ zu bleiben oder „in sich zu ruhen“. „Außer sich sein“ – da geht dann auch mal schnell einer „an die Decke“. Keine Zeit des Jahres bietet dafür, wenn Studien zu glauben ist, so viel Potential wie die Advents- und Weihnachts-zeit.
Da ist Maria. Eine (ziemlich) junge Frau, nicht berühmt. Ihr stehen bewegte nächste Wochen und Monate ins Haus. Aufwühlende Zeiten. Gott hat entschieden, dass er durch Marias Sohn Jesus Mensch wird und die Erde betritt - nichtsahnend. Er hat Maria dafür erwählt, entscheidender Teil dieses Plans zu sein. Was das an emotionalem Stress bedeutet, ist nur zu erraten. Grund genug zum „Durchdrehen“.
Und dann erleben wir Maria. Wie sie erfüllt von tiefer innerer Freude „außer sich“ gerät – und dabei „zu sich kommt“. Wie sie nicht außer Rand und Band gerät, sondern mitten im Stress entdeckt, worauf es in dieser Zeit ankommt: Dass sie von Gott angesehen ist. Dass sie von ihm gebraucht wird. Dass sie von ihm geliebt ist. Trotz aller Unzulänglichkeiten. Aus ihr kommt eine tiefe Freude heraus, nach der wir uns sehnen, die nicht erzwungen ist, nicht wie manche Weihnachtsfreude künstlich produziert werden muss.
Es ist die Freude, Gott, meinen Retter, in mir zu tragen. Das bedeutet der Name „Jesus“ – Gott rettet. Gott rettet mich davon, von ihm getrennt und auf mich allein gestellt zu sein in dieser Welt. Gott rettet mich dahin, dass ich Frieden im Herzen finde, auch wenn meine kleine und große Welt mich enorm herausfordert.
Im nächsten Jahr ist in unserer Gemeinde viel Raum, um bei Gott anzukommen. Ein Sabbatjahr soll uns neu Zeit mit ihm und miteinander ermöglichen. Mit der Predigtreihe „Wie im Himmel“ über das Vater-Unser-Gebet entdecken wir, wie durch Gebet der Reichtum des Himmels auch auf der Erde Raum bekommt.
Das wäre doch was, oder?

Von ganzem Herzen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!
Ihr/Euer Christian Heurich