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Hoffnungsvoll



Liebe Leserinnen und Leser!
Wenn das Kind die ersten Töne auf der Blockflöte zu einer erkennbaren Melodie zusammenfügt, klingt das für Eltern nach einem hoffnungsvollen Talent. Das motiviert das Kind und gibt den Eltern Geduld, schräge Töne und Unlust zum Üben auszuhalten.
Wenn die Fußballnationalmannschaft zur Weltmeisterschaft fliegt, um den Titel zu verteidigen, fiebern die hoffnungsvollen Fans mit und erwarten spannende Spiele und sehenswerte Tore.
Wenn ein kranker Mensch seine Diagnose annimmt und voller Hoffnung gegen den Krebs kämpft, ist schon viel gewonnen.
Doch manchmal platzen Hoffnungen. Da fliegt die Flöte in die Ecke und die vergeigten Fußballträume bescheren einen frühen Heimflug. Nicht jeder wird gesund und die Hoffnung stirbt.
Sollte man dann gar nicht erst hoffen, um nicht enttäuscht zu werden? Wir Menschen können ohne Hoffnung nicht leben. Wer keine Hoffnung hat, hat keine Zukunft. Wer nicht mehr hofft, ist schon lebendig tot. Oder wie es der Philosoph Karl Jaspers schrieb: „Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.“ Denn was wir glauben und hoffen, beeinflusst viel mehr unser Leben als wir ahnen. Deshalb ist Hoffnung eine starke Motivation, wieder gesund zu werden, Ziele zu erreichen und neue Wege zu gehen.
Hoffnungsvoll sind auch Menschen unterwegs, die an Christus glauben. Das klingt für viele sehr weltfremd. An einen Gott glauben, den man nicht sehen kann? Einem Retter vertrauen, der den Tod überwunden haben soll? Das erscheint unlogisch.
Doch selbst wenn es mit dem Glauben Unfug wäre, würde er uns hoffnungsvoller leben lassen. Wir machen es uns selber schwer, wenn wir uns nicht anstecken lassen von dem, was Gott uns verspricht, wenn wir nur mit unseren kleinen Möglichkeiten rechnen und auf unsere Unmöglichkeiten schauen. Wir haben durch Jesus eine feste Zukunftsperspektive, die sogar über den Tod hinausreicht. Aber wir Christen sind keine Besserwisser und Jenseitsvertröster. Wir sind nicht die großen Helden. Doch wir haben den an unserer Seite, der selbst den Tod überwunden hat. Das gibt uns Hoffnung und Zuversicht, auch in den Krisen unseres Lebens. Mit dieser Gewissheit können wir unser Leben gestalten. Gott lädt uns zum Leben ein. Deshalb: Bleiben Sie hoffnungsvoll – trotz allem!

Herzliche Grüße
Matthias Netwall